Einsatz für den „Dialog von Kunst und Kirche“

Foto: Michael Schulz

Spurensuche zu Heinrich Böll und Herbert Falken

Presse-Info von der Mitgliederversammlung am 29. November 2024 in Langenbroich, Atelier Herbert Falken & Heinrich Böll-Haus

Ausgehend vom Lebenswerk des Aachener „Malerpriesters“ Herbert Falken (1932-2023) hat sich die Gesellschaft für den Dialog von Kunst und Kirche (GDKK) zur Aufgabe gesetzt, das angespannte Verhältnis zwischen Kunst und Kirche in ökumenischem und interdisziplinärem Sinne neu zu beleben.

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung im Atelier von Herbert Falken in Langenbroich wurden neben einer Rückschau auch einige Zukunftsperspektiven vorgestellt. Die letzten beiden Jahre waren durch die Jubiläumsveranstaltungen zu Herbert Falkens 90. Geburtstag bestimmt – mit einer langen Reihe überregionaler Werkpräsentationen (den sog. „Falken-Wegen“) sowie einer nachfolgenden neuen Buchpublikation zu Leben und Werk („Herbert Falken – Dunkler werden, um Licht zu sein“).

Als eine ihrer neuen Aufgaben benannte die GDKK den Einsatz für eine Erhaltung und zukünftige Nutzung des Falken-Ateliers; erfolgversprechende Bestrebungen und Gespräche sehen hier vor, das Haus für ein Projekt mit Kunststipendiaten zu öffnen. Damit könnte Langenbroich zu einem neuen Begegnungsort von Literatur, Kunst und Kirche werden, denn das Falken-Atelier würde somit zu einem Pendant des benachbarten Heinrich Böll-Hauses mit seinen Stipendiaten werden. Das Interesse an einer Kooperation zeigte sich bereits bei einer anschließenden gemeinsamen Veranstaltung der GDKK und des Fördervereins Heinrich Böll-Haus Langenbroich. Dazu fand im Wintergarten des Böll-Hauses auch ein Vortrag statt, der sich auf eine Spurensuche zu den Menschen und Freundschaften um Heinrich Böll und Herbert Falken begab.

aktueller Vorstand – vlnr. M. Scholz, A. Oellers, B. Heisterkamp, H. Fischer, A. Gerhards, P. Larue, M. Denhoff

Unsere Veranstaltungen während der Corona-Krise: Am Karsamstag „Bleiben“

Im Rahmen eines Gottesdienstes zum Karsamstag bieten wir in Zusammenarbeit mit der Citykirche in Mönchengladbach das Audiokunstwerk „Bleiben“ an: Stimme: Irene Kurka, Komposition: Christoph Korn, Texte aus: Joh 20, 11-18 (Lutherbibel); geistliche Zwischenrufe: Christoph Simonsen. Wir sind auf ein außergewöhnliches Stück gespannt, das über eine aleatorische Textlöschung eindrücklich in die Stille führend, dem liturgischen Tag in besonderer Weise gerecht wird.

Herzliche Einladung am 3. April 2021, um 21.00 Uhr in der Citykirche Mönchengladbach (Kirchplatz 14, 41061 Mönchengladbach).

Alle Gottesdienste finden statt unter Berücksichtigung der Corona-Schutzbestimmmungen: Hinterlassen der Kontaktdaten, Abstandsregelungen sowie Tragen einer FFP2- oder OP-Schutzmaske.

Weitere Veranstaltungen sind anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys geplant am 20. Mai 2021 mit Klaus Simon in Aachen und am 15. Juni 2021 in Krefeld. Weitere Informationen dazu erfolgen noch.

TRAUER UM GRÜNDUNGSMITGLIEDTHOMAS KEMPEN

Die „Gesellschaft für den Dialog von Kunst und Kirche e.V.“ trauert um ihr Gründungsmitglied Professor Thomas Kempen (geb. am 28. November 1958, gest. am 9. Juli 2020). Der Baustatiker, erfolgreiche Unternehmer der Firma „Kempen-Krause-Ingenieure“ und Sohn der Stadt Aachen war auf vielerlei Weise engagiert für Kunst und Kultur in seiner Stadt und darüber hinaus – so z.B. im „Karlsverein-Dombauverein“ oder im „Kulturwerk Aachen“.

Thomas Kempen war vom ersten Gründungstreffen im Dürener Leopold-Hoesch-Museum am 16. Mai 2018 an im eine „treibende Kraft“ auch in unserer Gesellschaft. Mit u.a. sehr guten Projektideen, zeigte er im Sinne unseres Vereinszwecks Wege auf zur die Förderung des Dialogs von Kunst und Kirche und zu einer größeren Aufmerksamkeit für das Werk des von ihm hochgeschätzten Künstlers Herbert Falken.

Das Fehlen seiner Stimme im Kreis unserer noch wenigen Mitglieder ist für uns ein herber Verlust. Doch wir fühlen uns im Glauben und im Gebet mit ihm lebendig verbunden.

Für die GDKK e.V. Dr. Marco A. Sorace, Geschäftsführer,

KUNST UND KIRCHE – EINE NEUE INITIATIVE ZUM DIALOG

Am Vorabend des Dreifaltigkeitsfestes fand in der von Rudolf und Maria Schwarz errichteten Dürener St. Anna-Kirche ein außergewöhnlicher Gottesdienst statt. Im Beisein des Aachener Pfarrers und Künstlers HerbertFalken feierte die im vergangenen Jahr im Leopold-Hoesch-Museum gegründete „Gesellschaft für den Dialog von Kunst und Kirche e.V.“ einen Vespergottesdienst. Er ging in eine künstlerische Performance „…soll das alles jetzt so stehen bleiben?“ des Düsseldorfer Künstlers Markus Mußinghoff über, die den Raum in seinen unterschiedlichen Dimensionen erschloss. Die von Prof. Dr. Albert Gerhards geleitete Vesper hatte durch das Orgelspiel von Regionalkantor Hans-Josef Loevenich, durch poetische Texte zeitgenössischer Dichterinnen und durch den Bezug auf Herbert Falkens Inspirationen – seine Befassung mit der spanischen Mystik des Johannes vom Kreuz und das biblische Thema des Jakobskampfs – einen durchgehend künstlerischen Tenor, der sich mit den rituellen Elementen Licht und Weihrauch organisch verband und so zu einer vitalen Erfahrung des Dialogs von Kunst und Kirche wurde. Zuvor hatten die Mitglieder der Gesellschaft im Papst-Johannes-Haus ihre Mitgliederversammlung abgehalten, auf der die Initiativen und Perspektiven besprochen wurden. Zweck des Vereins ist die Förderung eines ökumenischen Dialogs von Kunst und Kirche im deutschen Sprachraum im Geiste des Künstlers und Priesters Herbert Falken. Zu den aktuellen Vorhaben gehören der Aufbau der Homepage (www.dialog-kunst-kirche.de), die Unterstützung einer umfassenden Bearbeitung des künstlerischen Werks von Herbert Falken und Veranstaltungen im Bereich des Bistums Aachen. Die nächste reguläreMitgliederversammlung findet am 11. September statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Für detaillierte Informationen wende man sich an denGeschäftsführer Dr. Marco Sorace, Leonhardstr. 18-20, 52064 Aachen (tel.: 0241/47996-31; m.sorace@kunst-und-kirche.com).

von Albert Gerhards