„Am Kaiser-Karls-Gymnasium pflegte man seinerzeit ja noch einen sehr konservativen und ziemlich autoritären Stil, im Mittelpunkt standen da natürlich vor allem auch die klassischen Sprachen wie Griechisch und Latein“, erzählt Hegemann. „Allerdings fand ich es nicht gerade spannend, die Vokabeln sämtlicher Kriegswerkzeuge der alten Römer auswendig zu lernen.“ Viel mehr Bewunderung hegt er bis heute für den Aachener Künstler und Geistlichen Herbert Falken (1932-2023), der die weiland nicht minder konservative, bestens situierte bürgerliche Gesellschaft im gediegenen Südviertel als Pfarrer in St. Gregorius gern auch mal kritisch ins Gebet genommen habe. „Sein Werk und seine Geschichte, auch als Verfechter der christlichen Ökumene, faszinieren mich bis heute“, sagt er.
(AZ 13.10.2026)
